AUDI - Antrieb


Der Antrieb

Turbo-Kompetenz

Bei aufgeladenen Motoren verfügt Audi über eine Kompetenz, die sich auf Tradition, Erfahrung und Mut zur Innovation gründet. Mit Turbomotoren errang Audi legendäre Rallye- und Tourenwagenerfolge und trieb die Entwicklung sowohl bei Diesel- als auch bei Ottomotoren voran.

Bei der Entwicklung der Triebwerke für das Audi TT Coupé konnten die Audi-Ingenieure von einer hervorragenden Basis ausgehen: dem aufgeladenen 1,8-Liter-Fünfventiler. Dieser Motor war von vornherein auf Drehmoment ausgelegt worden, damit bekam er ein großes Entwicklungspotential mit auf den Weg. Auf dieser soliden Grundlage aufbauend wurden viele Komponenten vom Lader über Saugrohr bis zum elektronischen Motormanagement modifiziert oder vollkommen neu konzipiert. So war es möglich, die Leistung im TT auf 132 kW(180 PS) und sogar auf 165 kW (225 PS) zu steigern.

Eine der technischen Raffinessen, die Audis neue Turbos auszeichnen, ist die Gestaltung der Einlaßkanäle. Sie wurden so geformt, daß sich im Brennraum eine walzenförmige Ladungsbewegung ("Tumble") ergibt. Dieser Tumble-Effekt führt durch Erhöhung der Verbrennungsgeschwindigkeit zu einer Steigerung der Verbrennungsgüte. Damit verbunden ist eine Verbesserung von Wirkungsgrad und Emissionsverhalten. Durch diese Entwicklung profitiert der TT vom Erfahrungspotential, das beim neuen V6 Biturbo gewonnen wurde.

Für das Motormanagement der neuen Audi-Turbomotoren sorgt eine elektronische Motorsteuerung der neuesten Generation, die Motronic ME 7.5. Die Vielzahl der Funktionen, die von diesem adaptiven System gesteuert werden, ist beeindruckend: Drosselklappenstellung, Ladedruckregelung, sequentielle Einspritzung mit Luftmassenmessung über Heißfilmsensor, Kennfeldzündung mit ruhender Hochspannungsverteilung über Einzelzündspulen und zylinderselektive Klopfregelung mit zwei Sensoren.

Das Motormanagement "erfühlt" die Drehmomentwünsche des Fahrers über die Gaspedalstellung, es ermittelt dann, wie diese Wünsche am schnellsten und verbrauchsgünstigsten umzusetzen sind und stellt Drosselklappe, Ladedruck und Zündung entsprechend ein.

Gaspedal und Motor sind nicht mehr mechanisch durch einen Seilzug, sondern elektronisch miteinander verbunden. Dies ermöglicht die unmittelbare und dem Betriebszustand ideal angepaßte Anstellung der Drosselklappe. Durch die "lernende" Motorsteuerung ist es auch möglich, das Motorbetriebsverhalten der Kraftstoffqualität anzupassen, um beispielsweise das günstigste Verhältnis zwischen Ladedruck, Drehmoment und Zündzeitpunkt einzuhalten.

Bild oben: Beindruckend die Motorkennlinie

Mit dem neuen Motormanagement ist es gelungen, sämtliche elektronisch gesteuerten Funktionen sozusagen unter einen Hut zu bringen. Alle hängen am selben Informationsstrang auch mit anderen Steuereinheiten und können optimal zusammenwirken.




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