50 Jahre Porsche - Ein umfassender Rückblick


Ich bedanke mich bei der Porsche Pressestelle für die umfangreichen Materialien, die ich für die nachfolgenden Seiten benutzt habe,


9 Das Unternehmen im Überblick

Porsche heute

Modellpalette

Porsche verfügt heute mit dem 911 Carrera und dem Boxster über zwei Modellreihen, die beide zukunftsträchtig und ausbaufähig sind. Dem Carrera Coupé wurde in diesem Frühjahr ein Cabriolet zur Seite gestellt; weitere Versionen des neuen 911 bis hin zu einer Turbo-Version werden folgen. Auch beim neuen Roadster sind weitere Varianten geplant. 911 wie Boxster sind beide typische Porsche-Sportwagen - und dennoch in ihrem Charakter so eigenständig, daß mit den beiden Modellreihen völlig verschiedene Zielgruppen erreicht werden.

Produktion

Im letzten Geschäftsjahr 1996/97 wurden 32.390 Fahrzeuge gefertigt, je etwa zur Hälfte 911 und Boxster. Für die Produktionsstätte Zuffenhausen bedeutete das eine neue Rekordmarke. Die zuvor höchste Stückzahl waren 22.955 Fahrzeuge im Geschäftsjahr 1989/90 - mit damals 4.658 direkten und indirekten Mitarbeitern in der Produktion. Für die 32.390 Einheiten im letzten Geschäftsjahr wurden noch 3.563 Beschäftigte benötigt. 1989/90 produzierte ein Porsche-Mitarbeiter demnach 4,9 Porsche-Fahrzeuge, 1996/97 waren es 9,1 Fahrzeuge: ein kräftiger Produktivitätsfortschritt.

Wegen der hohen Nachfrage wird der Boxster ergänzend zur voll ausgelasteten Produktion in Zuffenhausen seit September 1997 auch in Finnland gefertigt. Mit den mindestens 5.000 Boxster-Modellen, die in Uusikaupunki montiert werden, soll die Gesamtproduktion im laufenden Geschäftsjahr 1997/98 auf über 38.000 Fahrzeuge gesteigert werden.

Vertrieb

Porsche-Sportwagen werden heute über 85 Händler in Deutschland und über 64 Importeure in weiteren 71 Ländern abgesetzt. Auf den großen Volumenmärkten Deutschland, USA, Japan, Großbritannien, Italien, Australien und auch Spanien kontrolliert Porsche inzwischen den Vertrieb beziehungsweise den Import und die Großhandelsfunktion über eigene Tochtergesellschaften. So kann auf Marktveränderungen schneller und flexibler reagiert werden.

Mitarbeiter

Bedingt durch die starke Geschäftsausweitung wurde die Zahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahr 1996/97 nach Jahren des Rückgangs wieder ausgebaut. Ende Juli 1997 umfaßte sie 7.959 Mitarbeiter gegenüber 7.107 im Jahr zuvor. Zwei Faktoren waren hierfür ausschlaggebend: die Vollkonsolidierung der Vertriebsgesellschaften in den USA und Spanien sowie die Einstellung von über 500 Mitarbeitern in der Produktion mit befristeten Arbeitsverträgen. Sie werden deshalb zeitlich befristet beschäftigt, weil die Produktivität in Zuffenhausen auch künftig Steigerungspotential hat.

Ertragssituation

Mit dem erfolgreich bewältigten Turnaround hat sich die Ertragssituation bei Porsche nachhaltig verbessert. Der im Geschäftsjahr 1996/97 erwirtschaftete Gewinn von 139,4 Millionen Mark entsprach einer Umsatzrendite vor Steuern von vier Prozent - ein Wert, mit dem Porsche unter den deutschen Automobilherstellern mit an der Spitze steht.

Aktie

Der Höhenflug der Porsche-Aktie an der Börse sorgte in den zurückliegenden eineinhalb Jahren wiederholt für Schlagzeilen. Der Kurs der Porsche-Vorzugsaktie stieg von 825 Mark am Beginn des Geschäftsjahres 1996/97 auf 2.950 Mark Ende Juli 1997 und auf zeitweise über 5.000 Mark im laufenden Geschäftsjahr. Mit diesem Anstieg lag die Porsche-Aktie in der Spitzengruppe unter den deutschen Börsenwerten.

Ausblick

Mit zwei weltweit erfolgreichen Sportwagenbaureihen hat Porsche die Basis für ein stabiles Kerngeschäft in der Zukunft geschaffen. Über Produktinnovationen und Produktvarianten soll das Angebot weiter verbreitert werden. Mit der angepeilten Absatzsteigerung im laufenden Geschäftsjahr auf über 38.000 Fahrzeuge und der kontinuierlichen Verbesserung aller Unternehmensprozesse sind die Weichen für eine weitere Ergebnisverbesserung gestellt.


Zuletzt aktualisiert 20.06.98 (07.10.98) vom Redaktionsbüro Kebschull Fax: 05903 670-2