Porsche
Boxster S
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Porsche Boxster S


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Getriebe
Schalten oder "tippen"
Um das Leistungsspektrum des neuen 3,2-Liter-Motors voll ausnutzen zu können, wurde bei Porsche im Forschungs- und Entwicklungszentrum Weissach ein sportlich abgestimmtes 6-Gang-Schaltgetriebe entwickelt. Unter sportlicher Abstimmung  verstanden die Entwicklungsingenieure eine harmonische Abstufung der Gänge mit optimaler Ausnutzung des Motordrehmoments. Das Ergebnis sind perfekte Anschlüsse beim Hochschalten. 
Die Höchstgeschwindigkeit wird selbstverständlich im sechsten Gang im Bereich der maximalen Motorleistung erreicht. Das vom Basismodell bekannte Schaltbild wurde beim Boxster S um den sechsten Gang zum Doppel-H ergänzt. Der Rückwärtsgang liegt in einer eigenen Gasse vorne links neben dem ersten Gang. Zum Einlegen muß der Hebel über eine Schaltsperre gedrückt werden. Die bewährten Elemente wie Doppelkonussynchronisierung und hydraulische Kupplungsbetätigung wurden übernommen. Sie bewirken geringere Bedienkräfte und erhöhen trotz höherem Motordrehmoment den Bedienkomfort.

ObenUntenAuch der Boxster S ist mit dem bewährten Zweimassenschwungrad ausgerüstet, das Getrieberasseln, Klappern oder Brummen des Antriebs verhindert. Es besteht aus einem zweiteiligen Schwungrad mit dazwischenliegenden dreh-elastischen Elementen. Dieses Feder-/Massensystem unterdrückt weitgehend die durch die Arbeitstakte und Zündfolge des Motors entstehenden Drehzahlschwankungen, die das Getriebe zu Drehschwingungen anregen und damit zu störenden Getriebegeräuschen führen. Besonderer Wert wird auf die Laufruhe der Zahnräder gelegt. Nur eine sorgfältige Entwicklung und eine präzise Fertigung, zu deren Umfang auch Schleifen und Hohnen zählt, haben dazu geführt, daß die Getriebegeräusche weiter abgesenkt werden konnten. Komfort wird natürlich auch da verlangt, wo der Fahrer ins Getriebe eingreift. Deshalb führt auch im neuen Boxster S kein Kompromiß an der bewährten Seilzugschaltung vorbei. Sie verhindert eine Übertragung der Aggregatschwingungen auf den Schalthebel. Weitere Vorteile dieses Systems sind der geringe Bauraum und das niedrige Gewicht. 

Selbstverständlich wurde bei der Auswahl des Getriebeöls auf beste Qualität geachtet. Das verwendete Öl zeichnet sich durch seine hohe Leistungsfähigkeit und Alterungsbeständigkeit aus. So muß das Öl während der gesamten Getriebe-Lebensdauer nicht gewechselt werden. 

Oben UntenSportlicher Komfort: Tiptronic S

Auf Wunsch ist der Boxster S auch mit der 5-Gang-Tiptronic S erhältlich, die höchsten Komfort-Ansprüchen und zugleich sportlichen Ambitionen gerecht wird. Dieses Automatikgetriebe ist eine Weiterentwicklung der aus dem Basismodell bekannten Tiptronic. Es wurde in der Übersetzung den höheren Fahrleistungen angepaßt und die fünf Gänge erlauben es mühelos, die verfügbare Motorleistung innerhalb der möglichen Geschwindkeitsbreite individuell einzusetzen. Aber die Tiptronic S ist nicht nur für ihren Komfort berühmt, indem sie wie ein gewöhnliches Automatikgetriebe genutzt werden kann, sondern bei Bedarf zeigt sie sich auch von der sportlichen Seite: Der Wählhebel auf dem Mitteltunnel muß nur nach links gekippt werden und schon gelangt man in den manuellen Schaltmodus, der über griffgünstige Wippschalter am Lenkrad bedient wird. 

Das absolut Neue an der erstmals im Boxster S vorgestellten Tiptronic S heißt: manuelle Kurzzeitbeeinflussung während des Automatikbetriebs. Das bedeutet, daß die Entwicklungsingenieure die Möglichkeit geschaffen haben, über die Wippschalter am Lenkrad manuell einen Gang zu wechseln, obwohl sich der Wählhebel weiterhin in der Automatik-Stellung befindet. Dabei bleibt der Manuell-Modus mindestens acht Sekunden aktiv. Diese acht Sekunden verlängern sich im Schubbetrieb, zum Beispiel beim Bergabwärtsfahren, um Motorbremswirkung zu erzielen, oder bei Querbeschleunigung in Kurven, wenn zuvor zurückgeschaltet wurde, um sportlich fahren zu können. Während des Fahrens in diesem Modus leuchtet im rechten Rundinstrument die Anzeige "M" auf und der eingelegte Gang wird angezeigt. Gleichzeitig bleibt die Kickdown-Funktion erhalten, so daß spontan zurückgeschaltet werden kann. Bei zügig getretenem Gaspedal springt die Automatik – sofern es Fahrgeschwindigkeit und Motordrehzahl erlauben – um bis zu drei Gänge zurück.

ObenUntenIm Automatikbetrieb bietet die Tiptronic S fünf im Steuergerät abgelegte Programme mit unterschiedlichen Kennfeldern. Sie werden jeweils automatisch in Anpassung an Fahrweise und Streckenprofil abgerufen. Die Bandbreite der Schaltpunkte reicht von einer besonders ökonomischen Variante bei betont ruhiger Fahrweise (frühes Hochschalten, geringe Motordrehzahlen) bis zu höchster Fahrdynamik (rasches Zurückschalten beim Gasgeben, Ausnutzen der Motor-Drehfreudigkeit). Entscheidend ist dabei der Gasfuß des Fahrers. Rasche Gaspedalbewegungen, etwa auf einer kurvenreichen Strecke, sowie häufige, nachdrückliche Beschleunigungen haben den schrittweisen Wechsel der Schaltkennfelder zur Folge, gegebenenfalls bis zur hochdynamischen Variante und umgekehrt. Über die fünf Automatik-Kennfelder hinaus enthält die Porsche Tiptronic S folgende Besonderheiten:

  • Warmlaufprogramm mit Unterdrückung frühen Hochschaltens für raschen Temperaturanstieg im Katalysator und für schonenden Warmlauf des Motors,
  • Aktivschaltung, die bei schnellen Gaspedalbewegungen die Schaltpunkte sofort in das sportlichste Schaltprogramm verschiebt,
  • Unterdrückung der Schubhochschaltung bei rascher Gaswegnahme, wie zum Beispiel vor Kurven,
  • Bremsrückschaltung in den nächstniedrigeren Gang für bessere Motorbremswirkung,
  • Stufenhochschaltung aus den unteren Gängen, insbesondere nach einer vorherigen Aktivrückschaltung erfolgt kein sofortiger Gangwechsel in die höchste Stufe,
  • Berg-Erkennung, um bei Steigung oder Gefälle möglichst lange in niedrigen Gängen fahren zu können,
  • Gangfixierung in Kurven, um das Hochschalten zu verhindern,
  • Schlupfhochschaltung beim Bremsschub auf glatter Fahrbahn, um die Seitenführung der Antriebsräder und damit die Fahrstabilität zu verbessern.
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Fotos © Pressefotos Dr. Ing. h.c. Porsche AG
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