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Porsche GT3 • Highlights 1

Die Highlights des neuen Porsche 911 GT3

Noch mehr Power für den Sportler unter den 911-Modellen

Mehr Leistung und mehr Drehmoment bei gleichem Hubraum und gleichem Verbrauch – so liest sich die Entwicklungsformel für den 911 GT3 in zweiter Generation. Durch die konsequente Verringerung der bewegten Massen des Sechszylindermotors und den Einsatz der
stufenlosen Nockenwellenverstellung VarioCam bringt der neue 911 GT3 satte 15 Kilowatt oder 21 PS mehr Power auf die Straße. Die Leistung stieg von 265 kW (360 PS) bei 7.200/min auf 280 kW (381 PS) bei 7.400/min.Das Nenndrehmoment wuchs ebenfalls von 370 auf 385 Newtonmeter bei unverändert 5.000 Umdrehungen pro Minute.

Gleichzeitig wurde der Sechszylindermotor noch drehfreudiger,was sich sowohl in der Hochlaufdynamik als auch in der Maximaldrehzahl auswirkt: Statt bisher bei 7.800/min nimmt
die Motorsteuerung in den unteren vier Gängen erst bei 8.200/min das Gas weg. Das gesteigerte Drehvermögen bewirkt einen überproportionalen Leistungsgewinn, der deutlich spürund messbar ist: Der Sportwagen beschleunigt in 4,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100,das sind 0,3 Sekunden schneller als bisher. Der Schub endet jetzt – unterstützt durch die weiter optimierte Aerodynamik – erst bei 306 km//h.

Bremsanlage jetzt auch mit Keramik-Scheiben

So sportlich der 911 GT3 auf den Gebieten Beschleunigung, Elastizität und Höchstgeschwindigkeit antritt, so überzeugend packt er auch das Thema Verzögerung an.Um der mit der
gestiegenen Motorleistung und den Fahrwerksoptimierungen einhergehenden gesteigerten Fahrdynamik Rechnung zu tragen,wurden die Bremsscheiben der Vorderachse um 20 Millimeter auf jetzt 350 Millimeter Durchmesser vergrößert.Gegenüber dem Vorgänger-Modell mit Vierkolben-Festsätteln erhält der neue 911 GT3 deutlich leistungsfähigere Sechskolben-Bremssättel mit traditionell roter Lackierung.Mit diesen Bremszangen ist eine rund 40 Prozent vergrößerte Kontaktfläche zwischen Bremsbelag und Bremsscheibe verbunden,die zu Spitzen-Verzögerungswerten auch bei starker Beanspruchung führt.

Auf Wunsch kann der neue 911 GT3 mit der Porsche Ceramic Composite Brake (PCCB)ausgerüstet werden.Die gelochten und innenbelüfteten Keramikverbund-Bremsscheiben mit einem Durchmesser von 350 Millimeter wiegen 50 Prozent weniger als Bremsscheiben aus Metall und verringern die ungefederten Massen um etwa 18 Kilogramm.In Verbindung mit einem ebenfalls völlig eigenständigen Bremsbelag entwickeln die Keramik-Bremsscheiben
sofort sehr hohe und vor allem konstante Reibwerte während der gesamten Verzögerung.

Aerodynamik noch ausgefeilter

Mit einer akribischen Weiterentwicklung der Aerodynamik wurde jeder Millimeter der Sportwagen-Außenhaut auf Höchstleistung ausgelegt.Markant sind sowohl die neu gestaltete Bugverkleidung mit stumpferer Pfeilung und die neuen Seitenschweller, als auch der dominante Heckspoiler. Sie sind die wesentlichen Gründe dafür, dass die Auftriebswerte für Vorder- und Hinterachse nochmals reduziert werden konnten,sich der Luftwiderstands-Beiwert von 0,30
aber dennoch nicht änderte. So reduziert die neue Bugverkleidung mit der umlaufenden 40 Millimeter breiten Spoilerlippe den unter das Fahrzeug gelangenden Luftstrom signifikant.

Durch die optimal positionierten Kühlluftöffnungen wird ein Großteil der hinter den seitlichen Wasserkühlern austretenden Luft direkt zur Bremsanlage geführt und gelangt nicht unter das Fahrzeug.Damit trägt auch diese Maßnahme bedeutend zur Reduzierung des Vorderachsauf-
triebs bei.
 


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© copyright by Redaktionsbüro Kebschull   30.09. 2000