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Beide Baureihen aufgewertet

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Neues beim 911 und Boxster
Mit einem Hauch von Turbo-Atmosphäre schickt Porsche die 911- und Boxster-Modelle ins neue Modelljahr – zumindest was die Innenausstattung betrifft. Die Fahrersitz-Memory- Funktion kann im 911 und Boxster S mit vollelektrischen Sitzen (Individualausstattung) erstmals über einen Tastenknopf im Zündschlüssel bedient werden. Dabei erkennt die Fernbedienung, welcher der insgesamt vier möglichen Fahrzeug-Schlüssel gerade benutzt wird und gibt diese Information an das Memory-Steuergerät weiter. Sofort wird die in diesem Schlüssel abgespeicherte Sitzposition in Befehle an die Elektromotoren umgesetzt und der Fahrersitz sowie die Außenspiegel entsprechend justiert. Außer über die vier programmierbaren Schlüssel, mit denen sich übrigens per Druck auf eine weitere Taste jetzt auch der vordere Kofferraum-Deckel automatisch öffnen lässt, können noch drei weitere Sitzpositionen abgespeichert werden. Allerdings werden sie nicht über die Schlüssel, sondern über die bekannten Memory-Tasten auf der Schwellerabdeckung links vom Fahrersitz abgerufen.

Die ebenfalls in der Schwellerabdeckung integrierten Deckel-Entriegelungshebel für Koffer- und Motorraum werden im neuen Modelljahr bei allen Porsche-Sportwagen durch so genannte Entriegelungstasten ersetzt. Ein leichtes Ziehen genügt schon, um die vordere oder hintere Haube zu öffnen. Die Hauptarbeit übernehmen Elektromotoren, die das entsprechende Schloss entriegeln. Beim Schließen muss allerdings weiterhin Hand angelegt werden.

Ebenfalls zur Serienausstattung aller Porsche-Modelle gehört im neuen Modelljahr die Orientierungsbeleuchtung im Innenraum mit Hilfe kleiner Leuchtdioden. Eine Leuchtdiode versteckt sich in der Innenleuchte (bei Fahrzeugen mit Regensensor im Innenspiegel-Fuß) und strahlt ein schwaches Licht auf den Cockpit- und Mittelkonsolenbereich. Durch die leichte Aufhellung wird das Auffinden der Bedienungsschalter deutlich verbessert und so die Fahrsicherheit erhöht. Die in zwei Helligkeitsstufen einstellbare Lichtquelle ist bestens abgeschirmt, so dass sie weder Fahrer noch Beifahrer irritieren kann. Im linken Türgriff sitzt eine weitere, für den Fahrer unsichtbare Leuchtdiode. Ihr Lichtstrahl hellt zur besseren Orientierung das Zündschloss und den Lichtschalter-Bereich auf. Je eine Leuchtdiode in den seitlichen Türöffner-Mulden geben ebenfalls Orientierungshilfe, damit schon der erste Griff nach dem Türöffner sitzt.

Auf vielfachen Kundenwunsch bietet Porsche nun auch eine “unsichtbare” Telefon-Antenne für den 911 und Boxster an. Wie schon die Radio-Antenne, die bereits beim Vorgänger des 911 in die Frontscheibe verlegt wurde, ist sie ins Fahrzeug integriert. Einen optimalen Platz für den Sende- und Empfangsbetrieb fanden die Techniker im so genannten Wasserkasten zwischen dem oberen Ende des Kofferraum-Deckels und der Windschutzscheibe. Diese Entscheidung erforderte aber gleichzeitig den Einsatz völlig neuer Technik, da die bisher verwendete Stabstrahler-Antenne nur am höchsten Punkt des Fahrzeuges eine gute Leistung zeigt. Die neue Schlitz-/Flächenantenne wurde speziell für den 911 und Boxster entwickelt und liefert höchste Sende- und Empfangsqualität.

Ausstattungserweiterung für den Boxster

Die Innenausstattung des Porsche-Boxster mit 2,7-Liter-Motor ist für das neue Modelljahr aufgewertet worden. Wie schon der Boxster S erhält er einen Verdeck-Innenhimmel, der nicht nur die Optik verfeinert, sondern vor allem die Geräuschkulisse, die von außen übers Stoffdach ins Wageninnere dringt, deutlich minimiert. Das spezielle Stoffmaterial des Innenhimmels reduziert das Geräuschniveau – gemessen über alle Geschwindigkeitsbereiche – um durchschnittlich zwei bis drei Dezibel, und die Sprachverständlichkeit wird um rund zehn Prozent verbessert.

Neben dem nun serienmäßigen Dreispeichenlenkrad mit farbigem Porsche-Wappen erhalten sowohl der Boxster wie auch der Boxster S eine neue Instrumentengrafik im Kombi-Instrument. Das Design stammt vom 911 Turbo. Dabei wandert die digitale Geschwindigkeitsanzeige nach links unter den Zeiger des Tachometers. Der freie Platz im unteren Bereich des zentralen Drehzahlmessers wird jetzt für ein großes Display genutzt, das neben Gesamt-Kilometerlaufleistung und automatischer Ölstandsmessung die Tageskilometer oder Informationen aus dem Bordcomputer (Individualausstattung) anzeigt. Im Display des rechten Rundinstrumentes erscheint wie bisher die digitale Uhrzeit, jedoch in deutlich größeren Ziffern. Darüber hinaus erfuhr das Kombi-Instrument eine weitere Verbesserung gegen Fremdlicht-Effekte und die bisher eingesetzten Glühlampen wurden durch Leuchtdioden mit sehr hoher Lebensdauer ersetzt.

Über die Serienausstattung hinaus kann ab diesem Modelljahr das Porsche Stability Management (PSM) auch für den Boxster und Boxster S geordert werden. Die Fahrdynamik-Regelung PSM greift erst ins sportliche Fahren ein, wenn der physikalische Grenzbereich erreicht wird. Doch dann zeigt sie enorm kurze Reaktionszeiten. Das heißt, sofortiger Eingriff ins Motormanagement und gezieltes Abbremsen einzelner Räder, um das Fahrzeug wieder zu stabilisieren. Für geübte Fahrer, die eine solche Situation lieber selbst meistern möchten, hat Porsche die Möglichkeit geschaffen, das System per Knopfdruck auszuschalten. Aber im Hintergrund steht der elektronische Helfer weiter bereit. Ein kurzer Tritt aufs Bremspedal genügt und PSM ist wieder voll aktiv.


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© copyright by Redaktionsbüro Kebschull   03.10. 2000